archiv detailwien – köln – weimar: německý překlad práce martina nodla o kutnohorském dekretu (martin nodl, das kuttenberger dekret von 1409, böhlau verlag)

Wien – Köln – Weimar: Německý překlad práce Martina Nodla o kutnohorském dekretu (Martin Nodl, Das Kuttenberger Dekret von 1409, Böhlau Verlag)

Anotace:

Nakladatelství Böhlau vydalo padesátý první svazek své řady „Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa“, kterým je překlad práce medievisty Martina Nodla o kutnohorském dekretu. Kniha nazvaná „Das Kuttenberger Dekret von 1409. Von der Eintracht zum Konflikt der Prager Universitätsnationen“ vyšla původně česky v roce 2010 v Nakladatelství Lidové noviny v rámci edice Česká historie.

Dekret kutnohorský z roku 1409 výrazně ovlivnil fungování pražské univerzity. Dotkl se nejen tří „cizích“ univerzitních národů, ale také samotných mistrů národa českého. Kutnohorský dekret byl neočekávaný, i když od nevyzpytatelného krále Václava IV. se dalo čekat cokoliv. Univerzitní mistři tak byli postaveni před zcela novou situaci a museli z ní hledat východisko. Na jedné straně se stali vítězi, na straně druhé došlo k úpadku vysokého učení v Praze.

Autor se zabývá nejen příčinami, ale i následky vydání proslulého dekretu. Stranou neponechává ani nacionální vnímání kutnohorského dekretu v 19. a na počátku 20. století.

 

Marek Zágora

 

Martin Nodl, Das Kuttenberger Dekret von 1409. Von der Eintracht zum Konflikt der Prager Universitätsnationen, Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa, Band 51, Böhlau Verlag, Wien – Köln – Weimar 2017, 404 stran, doporučená cena 55 euro v Německu a 57 euro v Rakousku

 

Anotace nakladatelství:

Im Kuttenberger Dekret verlieh König Wenzel IV. entgegen der Prager Universitätsverfassung den drei deutschsprachigen Universitätsnationen nurmehr eine Stimme in der Universitätsversammlung, der böhmischen Nation dagegen drei. Die nationale Geschichtsschreibung hat daher seit Mitte des 19. Jahrhunderts dieses Dekret zu einem Höhepunkt ständiger Spannungen zwischen Deutschen und Böhmen stilisiert, auf den sie die deutsch-tschechischen Gegensätze des 19./20. Jahrhunderts zurückprojizieren konnte. In seiner Analyse weist der Autor dagegen nach, dass die Beziehung der Prager Universitätsnationen bis Anfang des 15. Jahrhunderts vom Bemühen um Eintracht geprägt war. Zudem behandelt er die Ursachen und Folgen des Dekrets sowie das allmähliche Eindringen nationaler Aspekte in die philosophisch-theologischen Konflikte zwischen der Kirchenreformpartei und ihren Gegnern an der Universität. Der Autor kommt u. a. zu dem Schluss, dass das Dekret die böhmischen Magister nur vordergründig zu Siegern machte, in Wirklichkeit aber zum Niedergang der Prager Universität führte sowie zum Gelingen der Leipziger Neugründung, für die dieses Buch ebenfalls interessante Aufschlüsse bietet.

 

Internet:

http://www.boehlau-verlag.com/newbuchliste.aspx

 

Obsah:

Vorwort

I EINLEITUNG:  NATION UND IDEOLOGIE

Johann Theobald Held und František Palacký

Václav Vladivoj Tomek

Joseph Alexander Helfert

Karl Adolf Konstantin von Höfler und František Palacký

Friedrich Matthaesius und Václav Novotný

František Michálek Bartoš versus marxistischer Dogmatismus

Renaissance der Forschung zur Prager Universitätsgeschichte in den 1960er Jahren

II „VERSÖHNUNG DER NATIONEN“ IN DEN ACHTZIGER JAHREN DES 14. JAHRHUNDERTS

Meinungen und Interpretationen

Versuch einer neuen Interpretation: Rätsel, Unklarheiten und Hypothesen

Ursachen und Folgen der Streitigkeiten zwischen den Universitätsnationen

Concordia nacionum

III VOR DEM STURM: DIE GOLDENEN NEUNZIGER JAHRE DES 14. JAHRHUNDERTS

Stärkung der Universitätsautonomie

Nation über den Nationen?

Prager Reformbewegung und Rezeption der Wyclif’schen Lehre

IV DISZIPLINIERUNG DER UNIVERSITARIER UND ZUSPITZUNG DER STREITIGKEITEN

Die Heidelberger Universität als Stütze des rechten Glaubens

Johannes Malkaw in Heidelberg

Erste Verurteilung von Wyclifs Lehre an der Prager Universität

Abschwörung des Magisters Stanislaus von Znaim

Zeitgenössisches Echo auf die Abschwörung des Stanislaus von Znaim

Abschwörung des Magisters Matthias von Knín

In Böhmen gibt es keine Irrgläubigen

V DAS KUTTENBERGER DEKRET

Brüchiger Waffenstillstand

Stille Tage im Carolinum

Quodlibet des Magisters Matthias von Knín

Der Weg zum königlichen Eingriff

Am Vorabend der Entscheidung

Das königliche Dekret

Aktiver versus passiver Widerstand

Zuspitzung der Konflikte und Durchsetzung des Dekretes

Sezession der Magister der drei deutschen Universitätsnationen

Gründung der Leipziger Universität: vollkommene Tochter einer missratenen Mutter

Neue Universitätsordnungen

Der Erzbischof versetzt einen Schlag

Epilog: Ende der akademischen Freiheit

VI SCHLUSS: VON DER „VERSÖHNUNG DER NATIONEN“ ZUM UNVERSÖHNLICHEN NATIONALISMUS

Das Kuttenberger Dekret. Deutsche Übersetzung


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