žitava (zittau): výstava jan hus. wege der wahrheit. cesty pravdy
Anotace:
Šestého července 2015 uplynulo šest set let od upálení českého kazatele a reformátora Jana Husa. Ke kulatému výročí připravila Městská muzea v Žitavě dvojjazyčnou výstavu (v němčině a češtině) nazvanou „Jan Hus. Wege der Wahrheit. Cesty pravdy“.
Jan Hus je významným představitelem tzv. první reformace, jenž zásadním způsobem ovlivnil středoevropské duchovní dějiny. Nikdy nebyl v Horní Lužici, v severních Čechách nebo v Dolním Slezsku, přesto jako iniciátor duchovního probuzení a základních teologických a církevních otřesů, stejně jako myšlenkový předchůdce Martina Luthera zanechal v regionu Trojzemí v údolí Lužické Nisy významnou stopu.
Žitavská výstava přiblíží husitskou dobu a odkaz Jana Husa až do současnosti. Mezi více než dvěma sty exponáty najdeme unikátní rukopisy a tisky z archivu Jednoty bratrské v Ochranově (Herrnhut) a z knihovny Christiana Weise v Žitavě, různá umělecká díla, zbraně, mince a medaile, modely a další předměty. Vedle ještě dosud nikdy nevystavovaných exponátů z žitavských sbírek budou představeny i vzácné zápůjčky z muzeí, knihoven a archivů z regionu.
Jako úvod do tématu poslouží putovní výstava „Jan Hus im Jahr 1415 und 600 Jahre danach“, kterou připravilo Husitské muzeum v Táboře společně s Husovou muzejní společností v Praze a Husovým domem v Kostnici.
Výstava „Jan Hus.Wege der Wahrheit. Cesty pravdy“ v Kulturně-historickém muzeu Franziskanerkloster v Žitavě potrvá od 15. srpna do 8. listopadu 2015.
Marek Zágora
Internet:
http://www.zittau.de/1_aktuell/pressemitteilungen/2015/pm_15_08_07a.htm
Oficiální německá anotace:
Wer war Jan Hus? Wieso wurde er vor 600 Jahre hingerichtet und weshalb ist er heute noch wichtig? Was hat er mit der Grenzregion an der Lausitzer Neiße zu tun? – In der einzigen Ausstellung, die im Hus-Gedenkjahr 2015 in Deutschland dem Reformator gewidmet ist, wird in Zittau diesen und vielen anderen Fragen nachgegangen. Die vollständig zweisprachige deutsch-tschechische Schau im Zittauer Franziskanerkloster – dem authentischen Zufluchtsort des Prager Domkapitels vor den Hussiten 1421–1437 – lädt mit über 200 kostbaren Exponaten ein, Jan Hus und seine Wege der Wahrheit in Geschichte und Gegenwart kennenzulernen.
Am 6. Juli 1415 wurde der böhmische Reformator Jan Hus in Konstanz verbrannt. Er starb für seine religiöse Überzeugung, für seine Suche nach Wahrheit. Sein Tod löste einen Flächenbrand aus und überzog große Teile Europas mit Krieg. Aber letztlich ebnete sein Wirken Wege für die Freiheit des Denkens und gesellschaftlichen Handelns. Keine andere Persönlichkeit prägte die ostmitteleuropäische Geistesgeschichte mehr als Hus.
Jan Hus war nie in der Oberlausitz, in Nordböhmen oder Niederschlesien. Als Initiator eines geistigen Aufbruchs und grundlegender theologischer und kirchlicher Umwälzungen sowie als Vordenker Martin Luthers hat er aber im Dreiländereck an der Lausitzer Neiße wichtige Spuren hinterlassen. Die Brüder-Unität Herrnhut hat letztlich bei Jan Hus ihre Wurzeln. Ein wichtiger Teil der europäischen Schriftkultur ist mit seinem Namen und seinem Erbe verknüpft.
Einzigartige Handschriften und Drucke aus dem Unitätsarchiv Herrnhut und der Zittauer Christian-Weise-Bibliothek bieten zusammen mit Kunstwerken, Bildnissen, Waffen, Münzen und Medaillen, Modellen sowie symbolischen Erinnerungsstücken ein faszinierendes Bild der Hussitenzeit und des Erbes von Jan Hus bis zur Gegenwart. Neben zum Teil noch nie öffentlich gezeigten Werken aus den Zittauer Sammlungen werden kostbare Leihgaben aus Museen, Kirchen, Bibliotheken und Archiven der Region präsentiert. Als Einführung in das Thema dient die Wanderausstellung „Jan Hus im Jahr 1415 und 600 Jahre danach“, die vom Hussiten-Museum Tabor, der Hus-Museumsgesellschaft Prag und dem Hus-Haus Konstanz erarbeitet wurde.
Ab 9. Oktober zusätzliche Ausstellung im Kapitelsaal:
Der große Prager Bücherschatz
Zu den kostbarsten Schätzen Zittaus gehören die Missalien der Christian-Weise-Bibliothek. Von den sechs Bänden aus dem 15. Jahrhundert stammen vier aus Prag. Sie wurden 1421 von hohen Geistlichen auf der Flucht vor den Hussiten nach Oybin und Zittau in Sicherheit gebracht und verblieben hier. Die für die Messfeier geschaffenen Handschriften entstanden zu Lebzeiten von Jan Hus in der böhmischen Metropole. Ein Band konnte vor der Flucht nicht mehr vollendet werden und gibt bis heute Einblick in die Werkstatt des Buchmalers. Mit ihrem reichen Bilderschmuck gehören die sogenannten Zittauer Missalien zu den Meisterwerken mitteleuropäischer Buchmalerei.
Jan Hus
Wege der Wahrheit / Cesty pravdy
15.08.–8.11.2015
Dienstag bis Sonntag 10.00–17.00
Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster, Klosterstraße 3, D-02763 Zittau
Copyright (c) 2008
stavitele-katedral.cz |
Tisk |
Kontakty |
XHTML 1.0 Strict |
Statistiky toplist |
Zpět nahoru